live aus Klosterneuburg um 09:30 Uhr im ZDF

 

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"Palmsonntag"

Zum Auftakt der Karwoche überträgt der ORF live aus der Stiftskirche Maria Geburt in Klosterneuburg bei Wien die Palmsonntagszeremonie. Mit Gemeinde und Mitbrüdern feiert der Abtprimas der Augustiner Chorherren Bernhard Backovsky. Nach der Messe können Sie uns bis 19 Uhr unter 0043/(0)2243/ 411 660 erreichen.

Die festliche Liturgie beginnt mit der Palmweihe im Stiftshof. Danach führt eine Prozession in Erinnerung an den Einzug Jesu in Jerusalem mit Musik in die Stiftskirche. Jesus huldigte man wie einem König mit Palmzweigen und Hosanna-Rufen. Doch sein Königtum war kein irdisches Reich, in ihm ist das Reich Gottes angebrochen. Dafür war er auch bereit zu leiden und zu sterben. Die festliche Palmprozession durchschreitet beim Einzug auch das Kirchenportal als Symbol für den Eintritt in das neue Jerusalem, Symbol für das Überschreiten einer Schwelle, von der einen Freiheit in eine andere Freiheit.

 

Gott wird mir helfen
1. Lesung: Jesaja 50

Gott, der Herr, gab mir die Zunge eines Jüngers, damit ich verstehe, die Müden zu stärken durch ein aufmunterndes Wort. Jeden Morgen weckt er mein Ohr, damit ich auf ihn höre wie ein Jünger. Gott, der Herr, hat mir das Ohr geöffnet. Ich aber wehrte mich nicht und wich nicht zurück. Ich hielt meinen Rücken denen hin, die mich schlugen. Und denen, die mir den Bart ausrissen, meine Wangen. Mein Gesicht verbarg ich nicht vor Schmähungen und Speichel. Doch Gott, der Herr, wird mir helfen; darum werde ich nicht in Schande enden. Deshalb mache ich mein Gesicht hart wie einen Kiesel; ich weiß, dass ich nicht in Schande gerate.

 

Wie ein Sklave und den Menschen gleich
2. Lesung: Brief an die Philipper, 2

Er war Gott gleich, hielt aber nicht daran fest, wie Gott zu sein, sondern er entäußerte sich und wurde wie ein Sklave und den Menschen gleich. Sein Leben war das eines Menschen. Er erniedrigte sich und war gehorsam bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz. Darum hat ihn Gott über alle erhöht und ihm den Namen verliehen, der größer ist als alle Namen, damit alle im Himmel, auf der Erde und unter der Erde ihre Knie beugen vor dem Namen Jesu und jeder Mund bekennt: „Jesus Christus ist der Herr“ - zur Ehre Gottes, des Vaters.

 

Im Namen des Herrn
Evangelium: Matthäus 21

Als sich Jesus mit seinen Begleitern Jerusalem näherte und nach Betfage am Ölberg kam, schickte er zwei Jünger voraus und sagte zu ihnen: Geht in das Dorf, das vor euch liegt, dort werdet ihr eine Eselin angebunden finden und ein Fohlen bei ihr. Bindet sie los und bringt sie zu mir! Und wenn euch jemand zur Rede stellt, sagt: „Der Herr braucht sie, er lässt sie aber bald zurückbringen.“

Das ist geschehen, damit sich erfüllte, was durch den Propheten gesagt worden ist: Sagt der Tochter Zion: „Siehe, dein König kommt zu dir. Er ist friedfertig, und er reitet auf einer Eselin und auf einem Fohlen, dem Jungen eines Lasttiers.“ Die Jünger gingen und taten, was Jesus ihnen aufgetragen hatte. Sie brachten die Eselin und das Fohlen, legten ihre Kleider auf sie, und er setzte sich darauf. Viele Menschen breiteten ihre Kleider auf der Straße aus, andere schnitten Zweige von den Bäumen und streuten sie auf den Weg. Die Leute aber, die vor ihm hergingen und die ihm folgten, riefen: „Hosanna dem Sohn Davids! Gesegnet sei er, der kommt im Namen des Herrn. Hosanna in der Höhe!“ Als er in Jerusalem einzog, geriet die ganze Stadt in Aufregung, und man fragte: „Wer ist das?“ Die Leute sagten: "Das ist der Prophet Jesus von Nazaret in Galiläa.

 

900 Jahre Stiftskirche Klosterneuburg

Am 12. Juni 1114 wurde der Grundstein zur Stiftskirche gelegt, als Markgraf Leopold III. von Österreich, der später heiliggesprochene Landespatron, wollte, dass das von ihm gestiftete Kloster ein würdiges Gotteshaus bekommt. Mit der großzügigen Monumentalität, in der die Stiftskirche damals alle Kirchen des Landes übertraf, legte er den Grundstein zu einem religiösen, sozialen und kulturellen Zentrum. 900 Jahre später steht das Jubiläumsjahr unter dem Motto: Glaube – Begegnung – Friede.

Das Engagement der Augustiner Chorherren für Frieden und Menschlichkeit versteht sich als praktische Auswirkung des christlichen Glaubens in der Begegnung von Mensch zu Mensch. Das Stift ist ein Ort, an dem sich Menschen aller Nationalitäten und sozialer Herkunft begegnen – bei religiösen und kulturellen Veranstaltungen kommen sie ins Gespräch über „Gott“ und „die Welt“. 
Im Jubiläumsjahr stimmen künstlerische Interventionen am Stiftsgelände auf die Begegnung mit dem Chorherrenstift ein. Die Chronik berichtet übrigens auch, dass das Stift schon durch Leopold III. mit Weingärten ausgestattet wurde und somit auf eine neunhundertjährige Weintradition zurückblicken kann. Dies macht Stift Klosterneuburg zum ältesten heute noch bestehenden Weingut Österreichs und zum einzigen Stiftsweingut, das noch alle Schritte der Weinproduktion selbst durchführt.

Weitere Informationen aktuell im Internet unter www.zdf.fernsehgottesdienst.de.

 

Informationen zum Ablauf des Gottesdienstes:

Evangelium: Mt 21, 1-11

Lieder zur Prozession: GL 280, GL 392,  GL 411

1.Lesung: Jes 50, 4-7

Antwortgesang: GL 629,6

Passion: Mt 26, 14 - 27, 66

Credo: GL 177

Sanctus: GL 138

Agnus Dei: GL 139

Schlusslied: GL 551

 

Kontakt:

Stift Klosterneuburg
Stiftsplatz 1
3400 Klosterneuburg
Österreich

 

Weiterführende Links:

www.stift-klosterneuburg.at

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