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"Gottes heilsame Gegenwart"

 

400 Jahre sind die Barmherzigen Brüder in Graz tätig im Spital und im Kloster, und das feiern sie auch mit einem festlich gestalteten Gottesdienst in ihrer Kirche in der Grazer Innenstadt.

Zur Geschichte der Barmherzigen Brüder in Graz

Als zu Beginn des 17.Jahrhunderts Erzherzog Ferdinands Bruder, dem Erzherzog Maximilian Ernest, der Arm amputiert werden soll – in der Ordenschronik heißt es: „ … durch eine unglückselige Aderlaß eine solchen Schaden an dem Armb, daß von den löblichen Collegio Medicorum der Schluß ergangen, den Armb von den Leib zur Erhaltung fernerer Gesundheit ihm abzunehmen.“ – wird der damals schon berühmte italienische Chirurg und Barmherziger Bruder, Pater Gabriel Ferrara (geb. um 1543 in Mailand, gest. am 15. Januar 1627 in Wien), nach Graz gerufen.

Pater Gabriel Ferraras Behandlung rettet dem Erzherzog den Arm. Aus Dankbarkeit für diese nahezu als Wunder angesehene Heilung beschließen die Landesfürsten, dem Orden der Barmherzigen Brüder eine Niederlassung in Graz zu ermöglichen.

Am 20. 6. 1615 findet die feierliche Kreuzaufrichtung und Grundsteinlegung für das Hospital und das Kloster statt.

In der Stiftungsurkunde Erzherzog Ferdinands heißt es: "Wir Ferdinand von Gottes Gnadten Ertzhertzog zu Österreich, … erbietten allen und Jeden … , daß Sye Umb gottes willen, und Umbsonst solche schadhaffte Leuth zu curiern und hailen annemben, welche außer abnemung Ihrer Leibesglieder der Hend Und Fueß, ir Leben sonst nit continnieren Khöndten, dißer Orden sich auch bey Unß als Herrn und Landtsfürsten gehorsambist angemeltet, Und Sye alhier Under Unßere Schutz Undter khumen zulaßen Und ihnen ein Spittall zu erbauen gehorsambist gebetten. …."

Ein umgestalteter, einfacher Stadel dient als Krankenzimmer. So wie alle Brüder-Hospitäler hat auch das Grazer Haus anfänglich 12 Betten – in Gedenken an die 12 Apostel. Am 16. März 1616 werden die ersten Patienten aufgenommen.

Genau dokumentiert ist die Ausstattung des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder, die in Europa als Wegbereiter des modernen Spitalswesens gelten: Der Saal war langgestreckt und mit vielen Fenstern versehen. An einem Ende dominierte der Altar, an dem die Priester die Messe für die Kranken zelebrieren konnten. Die Betten für die Patienten standen an den Längsseiten. Es waren „Kastenbetten“ (Himmelbetten) mit Gestängen und Vorhängen, wodurch die Patienten auch Privatsphäre hatten und die Intimsphäre gewahrt werden konnte. Während der Gottesdienste knieten die Ordensbrüder zwischen den Betten.

Der Ordensstifter der Barmherzigen Brüder

Der hl. Johannes von Gott lebte von 1495 bis 1550. Nach Wanderjahren in ganz Europa als Hirte, Soldat, Handwerker und Buchhändler gründete er 1539 in Granada seine ersten Spitäler. Nach seinem Tod am 8. März 1550 setzten seine Gefolgsmänner seine Arbeit fort und gründeten den Orden der Barmherzigen Brüder. 1691 wurde Johannes von Gott heiliggesprochen

Lesung: Eph 1, 3-10: In Christus hat Gott uns erwählt vor der Erschaffung der Welt

Evangelium: Mk 6,7-13: Er begann, die Zwölf auszusenden

Volksgesang: Introitus: GL 478; Graduale: Halleluja GL 175/2; Danklied: GL 487; Nach dem Segen: GL 380

Chor: Missa ex D von Frater Abundius Micksh, Graz 1779

Musikalische Gestaltung: Chor, Solisten und Orchester der Kurhauskirche der Barmherzigen Brüder Schärding am Inn

Orgel: Romana Stöckl

Musikalische Leitung und Orgel: Johannes Dandler

Bildregie: Thomas Bogensberger

 

Informationen zum Ablauf des Gottesdienstes:

Eröffnungslied: Nun jauchzt dem Herren, alle Welt, GL 144, 1-4

1.Lesung: Am 7, 12-15

Antwortpsalm: Ps 85 (84), 9-10.11-12.13-14 (R: 8)

2. Lesung: Eph 1, 3-14

Evangelium: Mk 6, 7-13

Predigt zum Nachlesen: hier als Download

Kommunionmeditation zum Nachlesen: Folgt in Kürze

 

Kontakt:

Kirche der Barmherzigen Brüder Graz Annenstraße 4
8020 Graz
Österreich

E-Mail: gottesdienst@ORF.at 

Zuschauertelefon von 10.15 bis 19 Uhr: 0700 / 14 14 10 10

Weiterführende Links:

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